Amplendo
In Entwicklung · Hardware bestellt

Laufdaten für die ganze Mannschaft.

Was Profivereine seit Jahren nutzen — Laufwege, Sprints, Belastung, Puls — für einen Amateurverein nachgebaut. Rund 77 € pro Spieler, einmalig, und die Daten bleiben beim Verein.

Was gemessen wird

Ein kleines Gerät in einer Weste zwischen den Schulterblättern. Es zeichnet auf, was in Training und Spiel tatsächlich passiert — und nicht, was man hinterher schätzt.

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Position, zehnmal pro Sekunde

Satellitenempfänger von u-blox, der GPS, Galileo, GLONASS und BeiDou gleichzeitig auswertet. Daraus entstehen Laufwege, Strecke und Tempo.

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Beschleunigung

Ein Bewegungssensor misst fünfzigmal pro Sekunde, wie hart angetreten und abgebremst wird. Daraus wird die Gesamtbelastung berechnet.

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Herzfrequenz

Über einen Brustgurt mit EKG-Elektroden. Optische Messung am Handgelenk ist bei Sprints und Zweikämpfen zu ungenau — die Bewegung zerstört das Signal genau dann, wenn es interessant wird.

Was der Trainer daraus sieht

Werte aus einer vollständig durchgerechneten Beispieleinheit über 90 Minuten. Sie liegen im Bereich echter Spieldaten eines Mittelfeldspielers.

10,98 kmGesamtstrecke
3,12 kmhochintensiv, ab 14,4 km/h
254 mSprintstrecke, ab 25,2 km/h
32,2 km/hHöchstgeschwindigkeit
166Beschleunigungen über 3 m/s²
147 bpmPuls im Mittel

Dazu: fünf Geschwindigkeitszonen, Herzfrequenzzonen, TRIMP, Player Load, Sprintliste mit Zeitpunkt und Spitzenwert, sowie eine Heatmap der Aufenthaltsverteilung auf dem Platz.

So läuft es ab

Keine Live-Übertragung, kein Mobilfunkvertrag, keine Cloud-Pflicht. Das Gerät zeichnet auf, danach werden die Daten ausgelesen.

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Weste anziehen, Knopf drücken

Zwei Sekunden halten, dann läuft die Aufzeichnung. Zwei Leuchtdioden zeigen Satellitenempfang und Aufnahmezustand — ein versehentlicher Druck im Zweikampf beendet nichts.

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Aufzeichnen, über drei Stunden am Stück

Alles landet auf einer Speicherkarte im Gerät. Der Akku hält rund elf Stunden, der Speicher reicht für eine ganze Turniersaison ohne Auslesen.

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Karte auslesen

Speicherkarte heraus, Dateien in die App laden — am Telefon oder im Browser. Kein Koppeln, kein Warten auf Übertragungen.

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Auswerten

Die App ordnet jede Aufzeichnung einem Spieler zu und zeigt Einzelauswertung und Mannschaftsvergleich. Dieselben Berechnungen laufen wahlweise am Rechner mit Python.

Was es kostet

Der Vergleich mit einem verbreiteten Abo-Gerät — für eine Mannschaft von fünfzehn Spielern.

  Abo-Gerät Eigenbau
Kosten für 15 Spieler rund 3.000 € pro Jahr rund 1.200 € einmalig
Laufwege und Sprints nein — kein GPS eingebaut ja, 10 Hz
Herzfrequenz optisch am Handgelenk EKG-Brustgurt
Rohdaten nur was die App zeigt gehören dem Verein
Nach drei Jahren rund 9.000 € rund 1.200 €
Ehrlich bleiben: Der Eigenbau kostet Zeit statt Geld. Löten, Firmware, Fehlersuche, ein Gehäuse drucken. Wer nur ein Ergebnis will und keine Freude am Bauen hat, ist mit einem gekauften System besser bedient.

Warum die Messtechnik entscheidet

Eine Entscheidung im Aufbau macht den Unterschied zwischen brauchbaren und wertlosen Zahlen.

Tempo aus dem Dopplereffekt

Der Empfänger misst die Geschwindigkeit direkt an der Frequenz­verschiebung der Satellitensignale. Rechnet man sie stattdessen aus aufeinanderfolgenden Positionen, verstärkt sich das Rauschen zehnfach.

Gemessen an der Wahrheit

In einer Prüfung mit realistischem Empfangsrauschen: 10.977 m über den Dopplerweg gegenüber 26.997 m aus Positions­differenzen. Der wahre Wert lag bei 11.003 m.

Jeder Wert wird geprüft

Das Modul liefert zu jeder Messung mit, wie sicher sie ist. Messwerte mit zu großer Unsicherheit fliegen heraus — sonst erzeugt schlechter Empfang Sprints, die nie stattgefunden haben.

Datenschutz ist hier keine Formalie

Herzfrequenz ist ein Gesundheitsdatum nach Artikel 9 der Datenschutz-Grundverordnung. Bei Jugendmannschaften kommen Minderjährige hinzu. Das prägt den Aufbau, nicht nur die Nutzungsbedingungen.

Das Gerät kennt keinen Namen

Es kennt nur seine Nummer. Die Verbindung zu einem Menschen entsteht erst in der App des Trainers — und existiert nirgendwo sonst.

Keine Daten ohne Einwilligung

Schriftlich, freiwillig, jederzeit widerrufbar. Bei Minderjährigen zusätzlich von den Erziehungsberechtigten. Wer nicht möchte, trägt kein Gerät und hat keinen Nachteil.

Zugang wird freigegeben, nicht vergeben

Ein Konto anlegen kann jeder. Mannschaftsdaten sieht man erst, wenn ein Verantwortlicher den Zugang freischaltet. Auch technisch so umgesetzt, nicht nur versprochen.

Stand der Dinge

Ein ehrlicher Zwischenstand. Vieles läuft, manches nicht.

TeilZustand
Auswertung und Kennzahlenfertig, geprüft
Mannschaftssimulation, elf Spielerfertig
App für Handy und Browserläuft, am Vereinskonto
Vereine, Rollen, Einladungenläuft
Eigene Adresse amplendo.dewird verbunden
Geräte-Firmwarebaut, Aufzeichnung fehlt noch
Hardwarebestellt, unterwegs
Feldtest auf der 400-m-Bahnsteht aus
Zugang anfragen Auswertung ansehen

Die Auswertung läuft auch ohne Konto — sie rechnet im Browser. Ein Konto braucht nur, wer die Ergebnisse mit der Mannschaft teilen will.